Bianca von Löschdas.de
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Unfaire, falsche oder beleidigende Kununu-Bewertungen können Ihrem Unternehmen als Arbeitgeber ernsthaft schaden. Gerade im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte spielt Ihr Auftritt auf Bewertungsplattformen eine entscheidende Rolle. Unzulässige Bewertungen sollten Sie deshalb nicht einfach hinnehmen, sondern gezielt und rechtssicher entfernen lassen.
Negative Einträge auf Kununu sind häufig einer der ersten Berührungspunkte, den Bewerber:innen mit Ihrem Unternehmen haben. Bereits einzelne schlechte Bewertungen können ausreichen, um qualifizierte Kandidat:innen von einer Bewerbung abzuhalten. Umso wichtiger ist es, zwischen zulässiger Kritik und rechtswidrigen oder gegen die Plattformregeln verstoßenden Bewertungen zu unterscheiden – und letztere konsequent löschen zu lassen.
Kununu ist auf Arbeitgeberbewertungen spezialisiert. Ehemalige und aktuelle Mitarbeiter:innen sowie Bewerber:innen können dort anonym ihre Erfahrungen teilen. Diese Anonymität führt allerdings dazu, dass Bewertungen mitunter einseitig, emotional oder sogar missbräuchlich eingesetzt werden – etwa als Rache nach einem Konflikt oder einer Absage.
Sie müssen als Arbeitgeber nicht jede negative Bewertung hinnehmen. Dort, wo Meinungsfreiheit endet und unzulässige Inhalte beginnen, haben Sie rechtliche Möglichkeiten, gegen Kununu-Bewertungen vorzugehen und deren Löschung zu verlangen.
Typische Gründe für eine Löschung von Kununu-Bewertungen:

Wir analysieren die Kununu-Bewertung umfassend – juristisch, inhaltlich und im Kontext der Kununu-Richtlinien. Sie erhalten eine fundierte Einschätzung, ob und auf welcher Grundlage die Bewertung angreifbar ist.
Auf Basis der Prüfung formulieren wir einen präzisen und rechtssicheren Löschantrag und übernehmen die vollständige Kommunikation mit Kununu. Falls erforderlich, adressieren wir zusätzlich die Verfasser:innen, etwa zur Stellungnahme oder Korrektur einzelner Passagen.
Sie werden während des gesamten Verfahrens transparent über den Bearbeitungsstand informiert. Sobald Kununu eine Entscheidung getroffen hat – Löschung, Anpassung oder Rückfrage –, erhalten Sie umgehend eine klare Zusammenfassung und Empfehlung für das weitere Vorgehen.

Ungerechtfertigt negative Kununu-Bewertungen können Ihr Employer Branding erheblich beeinträchtigen. Viele qualifizierte Bewerber:innen informieren sich vor einer Bewerbung auf Bewertungsplattformen. Fällt das Bild dort einseitig schlecht aus – etwa durch einzelne, besonders extreme Bewertungen mit unzulässigen Inhalten –, schreckt das potenzielle Kandidat:innen ab. Durch das Löschen rechtswidriger Bewertungen stellen Sie sicher, dass Ihr Unternehmen fair dargestellt wird und nicht durch falsche oder beleidigende Aussagen geschädigt wird.
Zulässige Kritik müssen Sie akzeptieren – auch wenn sie scharf formuliert ist. Meinungsäußerungen, die auf wahren Tatsachen beruhen und keine beleidigenden oder diskriminierenden Elemente enthalten, sind grundsätzlich von der Meinungsfreiheit gedeckt. Unzulässig sind hingegen Beleidigungen, Schmähkritik und nachweislich falsche Tatsachenbehauptungen. Solche Bewertungen müssen Sie nicht hinnehmen und können deren Löschung verlangen.
Grundsätzlich können Bewertungen gelöscht werden, wenn sie gegen Gesetze oder gegen die Nutzungsrichtlinien von Kununu verstoßen. Typische Beispiele sind:
Ob eine konkrete Bewertung löschbar ist, hängt immer vom Einzelfall ab. Oft ist eine juristische Prüfung sinnvoll, um sicher einschätzen zu können, ob die Schwelle zur Rechtswidrigkeit überschritten ist.
Unter jeder Bewertung auf Kununu befindet sich eine Funktion, über die Sie die Bewertung melden können. In diesem Formular sollten Sie:
Je klarer und konkreter Ihre Begründung, desto höher sind die Chancen, dass Kununu die Bewertung prüft und entfernt. Eine juristisch sauber formulierte Meldung ist hier oft entscheidend.
Nach Ihrer Meldung prüft Kununu den Eintrag. In vielen Fällen wird die Bewertung zunächst vorübergehend deaktiviert und ist nicht mehr öffentlich sichtbar. Kununu kontaktiert dann die Person, die die Bewertung verfasst hat, und fordert sie zur Stellungnahme auf. Der oder die Bewertende soll insbesondere nachweisen, dass ein echter Bezug zum Unternehmen besteht und angegebene Tatsachen zutreffen. Bleibt diese Reaktion aus oder werden Verstöße bestätigt, wird die Bewertung dauerhaft entfernt oder in entschärfter Form wieder eingestellt.
Die Dauer hängt vom Einzelfall ab. Bei eindeutigen Verstößen und fehlender Reaktion des Bewerters kann der Vorgang relativ zügig abgeschlossen sein. Da Kununu dem Verfasser jedoch eine Frist zur Stellungnahme einräumt und der Fall intern geprüft wird, sollten Sie in der Praxis mit mehreren Wochen rechnen. Verzögert sich die Antwort des Bewerters oder ist die Rechtslage komplex, kann der Prozess länger dauern.
Kununu informiert den oder die Bewertende darüber, dass die Bewertung überprüft wird und eine Meldung vorliegt. In der Regel ist dabei erkennbar, dass die Initiative vom bewerteten Unternehmen ausgeht. Persönliche Daten des Meldenden werden jedoch nicht weitergegeben. Nach außen bleibt Ihre Meldung anonym; der Bewertende erfährt lediglich, dass das Unternehmen die Bewertung beanstandet hat.
In der Regel werden endgültig gelöschte Bewertungen nicht wiederhergestellt. Vor der endgültigen Entscheidung kann es jedoch vorkommen, dass eine zunächst deaktivierte Bewertung nach einer Stellungnahme des Verfassers überarbeitet und erneut freigeschaltet wird – etwa wenn beleidigende Passagen entfernt wurden, der verbleibende Inhalt aber zulässige Kritik darstellt. Sobald eine Bewertung endgültig gelöscht ist, taucht sie normalerweise nicht wieder auf.
Kununu setzt auf anonyme Bewertungen und gibt die Identität der Verfasser grundsätzlich nicht an Arbeitgeber heraus. Als Unternehmen sehen Sie nur wenige Rahmendaten (z. B. Position oder Zeitraum), aber keine Klarnamen. Die Identität des Bewertenden bleibt damit in aller Regel unbekannt. Nur in sehr schweren Ausnahmefällen und auf Grundlage einer gerichtlichen Entscheidung können Plattformdaten herausverlangt werden – und selbst dann ist nicht garantiert, dass hinterlegte Daten korrekt oder nachvollziehbar sind.
Rein rechtlich ist es möglich, gegen den Verfasser einer Bewertung vorzugehen – etwa mit Unterlassungsansprüchen oder Schadensersatzforderungen. In der Praxis scheitert dies aber häufig daran, dass die Person anonym bleibt. Ohne Identität ist eine direkte Anspruchsdurchsetzung kaum möglich. Deshalb richtet sich das Vorgehen in den meisten Fällen gegen die Plattform und zielt auf die Löschung der Bewertung ab. Nur wenn der Verfasser bekannt ist oder ermittelt werden kann, kommen rechtliche Schritte unmittelbar gegen diese Person in Betracht.
Sie können Kununu-Bewertungen grundsätzlich auch selbst melden. Ein Anwalt ist rechtlich nicht zwingend erforderlich. In der Praxis erhöht eine spezialisierte anwaltliche Prüfung und Begründung jedoch die Erfolgsaussichten erheblich. Jurist:innen können genau einordnen, welche Aussagen unzulässig sind, die rechtliche Argumentation sauber aufbauen und – falls erforderlich – auch weitere Schritte (z. B. Abmahnung oder gerichtliches Vorgehen) vorbereiten.
Die reine Meldung an Kununu verursacht keine Gebühren. Kosten entstehen dann, wenn Sie eine Kanzlei beauftragen. Diese richten sich nach Umfang und Komplexität des Einzelfalls. Häufig werden für die außergerichtliche Löschung Pauschalhonorare vereinbart, bei weitergehenden Schritten gelten meist gesetzliche Gebühren oder individuelle Vergütungsmodelle. Ob Kosten von einer Rechtsschutzversicherung übernommen oder vom Verfasser erstattet werden können, hängt vom konkreten Fall ab und sollte individuell geprüft werden.
Ein Unternehmensprofil auf Kununu kann in der Regel nicht einfach gelöscht werden, nur weil negative Bewertungen vorliegen. Arbeitgeber können grundsätzlich bewertet werden, auch ohne eigenes aktives Profilmanagement. Selbst wenn Sie das Profil nicht pflegen oder deaktivieren, bleiben bestehende Bewertungen sichtbar. Statt das Profil zu entfernen, sollten Sie daher rechtswidrige Bewertungen gezielt löschen lassen und auf zulässige Kritik professionell reagieren.
Wird Ihr Antrag abgelehnt, sollten Sie zunächst prüfen, auf welcher Begründung die Entscheidung beruht. Gegebenenfalls ist die Bewertung tatsächlich von der Meinungsfreiheit gedeckt. Bleiben dennoch Zweifel, kann eine anwaltliche Zweitmeinung helfen. Eine spezialisierte Kanzlei kann prüfen, ob weitere Schritte sinnvoll sind – etwa eine erneute, vertiefte Argumentation gegenüber Kununu oder in Ausnahmefällen auch ein gerichtliches Vorgehen. Ob sich dieser Aufwand lohnt, hängt von Schwere und Reichweite der Bewertung ab.
Berechtigte Kritik sollten Sie nicht bekämpfen, sondern als Chance zur Verbesserung nutzen. Antworten Sie sachlich und wertschätzend auf solche Bewertungen. Bedanken Sie sich für das Feedback, gehen Sie auf die genannten Punkte ein und erläutern Sie, welche Maßnahmen Sie bereits ergriffen haben oder planen. So zeigen Sie Transparenz und Dialogbereitschaft. Auch wenn die Bewertung negativ ist, kann Ihre professionelle Reaktion bei anderen Leser:innen positiv wirken.
Unabhängig davon, ob Sie eine Löschung anstreben, ist eine überlegte Reaktion sinnvoll. Achten Sie dabei auf folgende Punkte:
Eine ruhige, konstruktive Antwort signalisiert, dass Sie Kritik ernst nehmen und verantwortungsvoll mit Feedback umgehen.
Die beste Prävention ist eine gute interne Kultur. Wer offene Kommunikation, faire Arbeitsbedingungen und wertschätzende Führung lebt, reduziert das Risiko, dass Mitarbeitende ihren Ärger öffentlich abladen. Wichtig sind außerdem:
Ergänzend können Sie zufriedene Mitarbeitende ermutigen, freiwillig und ohne Druck positive Bewertungen abzugeben. Eine größere Anzahl authentisch guter Bewertungen relativiert einzelne negative Einträge.
Mehrere negative Bewertungen derselben Person, insbesondere in kurzer Abfolge oder über verschiedene Accounts, können ein Hinweis auf Missbrauch sein. In solchen Fällen sollten Sie alle betreffenden Bewertungen gesammelt dokumentieren und Kununu mitteilen, dass Sie einen Manipulationsversuch vermuten. Die Plattform kann dann prüfen, ob gegen die Bewertungsregeln verstoßen wurde, und doppelte oder offensichtlich missbräuchliche Einträge entfernen.
Ja, in schweren Fällen können Kununu-Bewertungen auch strafrechtlich relevant sein – etwa bei gravierenden Beleidigungen, Verleumdungen oder volksverhetzenden Inhalten. In solchen Konstellationen kommt eine Strafanzeige in Betracht. Sie führt allerdings nicht automatisch dazu, dass der Verfasser identifiziert wird oder die Bewertung verschwindet. Strafrechtliche Schritte sollten daher gut überlegt und in der Regel mit anwaltlicher Unterstützung geprüft werden.
Bei Kununu geht es speziell um Arbeitgeberbewertungen, bei Google meist um Kundenmeinungen zu Produkten oder Dienstleistungen. Kununu arbeitet stark mit anonymen Verfassern und einem strukturierten Prüfprozess, bei dem der Bewertende aktiv zur Stellungnahme aufgefordert wird. Bei Google erfolgt die Löschung in der Regel anhand der dortigen Richtlinien, ohne dass der Verfasser zwingend in ein Prüfverfahren eingebunden wird. Inhaltlich drehen sich Kununu-Bewertungen um interne Prozesse, Führung, Kultur und Arbeitsbedingungen – und tangieren damit häufig arbeitsrechtliche und datenschutzrechtliche Fragen. Entsprechend unterscheiden sich sowohl die rechtliche Bewertung als auch das konkrete Vorgehen bei der Löschung.
Schmähkritik liegt vor, wenn nicht mehr die sachliche Auseinandersetzung mit dem Unternehmen im Vordergrund steht, sondern gezielt dessen Herabwürdigung. Typisch sind pauschale, beleidigende Angriffe ohne erkennbare Sachsubstanz. Beispiel: reine Beschimpfungen oder pauschale Aussagen wie „der schlimmste Laden überhaupt“, ohne Bezug zu konkreten Umständen. Solche Beiträge sind regelmäßig nicht mehr von der Meinungsfreiheit gedeckt und können in der Regel leichter angegriffen und gelöscht werden als scharf formulierte, aber noch sachbezogene Kritik.
Viele Bewertungen enthalten eine Mischung aus zulässigen Meinungen, wahren Tatsachen und falschen Behauptungen. In solchen Fällen wird differenziert geprüft. Unwahre oder rechtswidrige Passagen können einzeln beanstandet und entfernt werden, während der übrige Teil der Bewertung bestehen bleibt. Es ist daher sinnvoll, in der Meldung an Kununu genau herauszuarbeiten, welche Sätze oder Formulierungen unzulässig sind und warum. Ziel ist oft keine vollständige Löschung, sondern eine inhaltliche Bereinigung der Bewertung.
Ja, Sie dürfen Mitarbeitende grundsätzlich dazu ermutigen, ihre Erfahrungen auf Kununu zu teilen – solange dies freiwillig passiert und kein Druck aufgebaut wird. Eine transparente Kommunikation ist wichtig: Machen Sie klar, dass sowohl positive als auch kritische Rückmeldungen erlaubt sind. Vermeiden Sie Vorgaben zum Inhalt der Bewertungen oder Listen namentlich derjenigen, die bewertet haben. Sonst riskieren Sie den Eindruck manipulierter Bewertungen und mögliche Verstöße gegen interne Compliance-Regeln.
Anreize für Bewertungen sind heikel. Werden Gegenleistungen (Gutscheine, Prämien, Gewinnspiele) direkt an das Abgeben einer Bewertung gekoppelt, kann dies als unzulässige Beeinflussung gewertet werden. Auch der Eindruck „gekaufter Bewertungen“ schadet Ihrer Glaubwürdigkeit erheblich. Empfehlenswert ist, auf finanzielle oder materielle Anreize zu verzichten und stattdessen auf Freiwilligkeit und Transparenz zu setzen. Wenn Sie dennoch Anreize planen, sollten diese nicht vom Inhalt der Bewertung abhängen und rechtlich sowie mit Blick auf Plattformregeln sorgfältig geprüft werden.
Die rechtlichen Grundsätze – insbesondere zu Persönlichkeitsrechten, Meinungsfreiheit, Tatsachenbehauptungen und Beleidigungen – gelten plattformübergreifend. Auch auf anderen Arbeitgeberportalen können Sie gegen rechtswidrige Inhalte vorgehen. Allerdings hat jede Plattform eigene Richtlinien, Meldewege und Prüfprozesse. Das konkrete Vorgehen zum Löschen einer Bewertung kann sich deshalb unterscheiden. Wenn Sie bereits für Kununu eine klare Strategie und Musterformulierungen entwickelt haben, lässt sich diese in der Regel mit Anpassungen auch auf andere Portale übertragen.
Kununu-Bewertungen sollten kein isoliertes Thema sein, sondern Teil eines strukturierten Reputations- und HR-Managements. Sinnvoll sind zum Beispiel:
So stellen Sie sicher, dass auf neue Bewertungen schnell, einheitlich und rechtssicher reagiert wird und Ihr Arbeitgeberauftritt im Netz langfristig professionell gesteuert wird.
Auf dem Markt gibt es unterschiedliche Dienstleister mit sehr unterschiedlichen Preisstrukturen. „Billigangebote“ arbeiten häufig mit Standardtexten und pauschalen Versprechen („Wir löschen jede Bewertung“), ohne den Einzelfall rechtlich sauber zu prüfen. Das birgt Risiken: Ungeeignete oder rechtlich schwache Anträge werden von Kununu eher abgelehnt, im schlechtesten Fall verschlechtern sie Ihre Ausgangsposition. Sinnvoller als der reine „Billigpreis“ ist ein transparentes Modell mit klar definiertem Leistungsumfang, nachvollziehbarer Strategie und nachweisbarer Spezialisierung auf Arbeitgeberbewertungen und Online-Reputationsrecht.
In der Praxis zeigt sich, dass Unternehmen mit einer strukturierten Vorgehensweise die besten Ergebnisse erzielen: Zunächst werden Bewertungen systematisch gesichtet und rechtlich bewertet, anschließend werden nur diejenigen Einträge angegriffen, die tatsächlich gegen Recht oder Richtlinien verstoßen. Viele Unternehmen berichten, dass Kununu auf fundierte Anträge durchaus reagiert und rechtswidrige Bewertungen löscht. Gleichzeitig wird deutlich, dass „Rundumschläge“ gegen jede kritische Bewertung selten erfolgreich sind. Erfolgreiche Unternehmen kombinieren daher selektive Löschung mit einem professionellen Umgang mit zulässiger Kritik.
Es gibt zwar allgemeine Musterformulierungen, diese ersetzen jedoch keine Einzelfallprüfung. Ein wirksamer Antrag muss die konkrete Bewertung, die beanstandeten Passagen und die jeweiligen Rechtsverstöße sauber herausarbeiten. Pauschale Textbausteine ohne Bezug zum konkreten Inhalt haben deutlich schlechtere Erfolgschancen. Wenn Sie Vorlagen nutzen, sollten Sie diese daher immer individuell anpassen und sicherstellen, dass sie die tatsächliche Situation rechtlich korrekt wiedergeben.
Eine einzelne 1-Stern-Bewertung ist zunächst nicht automatisch rechtswidrig. Zuerst sollte geprüft werden, ob der Inhalt der Bewertung gegen Gesetze oder Richtlinien verstößt (Beleidigung, falsche Tatsachen, Datenschutz, Fake-Profil). Ist das der Fall, kommt ein Löschantrag in Betracht. Ist die Bewertung zwar hart, aber rechtlich zulässig, empfiehlt sich eine professionelle, sachliche Antwort und eine aktive Stärkung des Profils durch weitere authentische Bewertungen zufriedener Mitarbeitender. Wichtig ist, emotionalen Schnellschüssen zu widerstehen und stattdessen strukturiert zu prüfen, ob ein rechtlicher Angriff tatsächlich Aussicht auf Erfolg hat.
Ja. Auch (ehemalige) Mitarbeitende unterliegen rechtlichen Grenzen. Sie dürfen ihre Erfahrungen schildern, aber keine unwahren Tatsachen verbreiten, keine Personen beleidigen und keine vertraulichen Interna preisgeben. Bewertungen, die etwa auf einem eskalierten Trennungskonflikt beruhen und in Schmähkritik oder Verleumdung umschlagen, können angegriffen und gelöscht werden. Entscheidend ist auch hier die Einzelfallprüfung: Nicht jede harte Kritik eines Ex-Mitarbeiters ist automatisch unzulässig.
Fehlzuordnungen kommen vor, etwa bei ähnlich klingenden Firmennamen, Konzernstrukturen oder Standortverwechslungen. Stellt sich heraus, dass eine Bewertung tatsächlich nicht Ihr Unternehmen betrifft, ist dies ein starker Ansatzpunkt für einen Löschantrag. In der Meldung an Kununu sollten Sie nachvollziehbar darlegen, warum die Bewertung offenkundig ein anderes Unternehmen meint (z. B. andere Branche, andere Region, andere Rechtsform) und entsprechende Nachweise beifügen. In solchen Fällen sind die Chancen auf eine Löschung in der Regel besonders gut.
Auch eine Bewertung mit nur wenigen Worten oder überwiegend Sternebewertung kann rechtswidrig sein, etwa wenn sie eine eindeutige Schmähung enthält oder erkennbar als reiner „Racheklick“ ohne Bezug zum Unternehmen platziert wurde. Zugleich gilt: Je knapper der Text, desto schwieriger ist die rechtliche Einordnung. Eine reine Sternebewertung ohne jeglichen Kommentar kann nur dann angegriffen werden, wenn objektive Gründe gegen einen echten Unternehmensbezug sprechen oder andere klare Anhaltspunkte für einen Richtlinienverstoß vorliegen. Im Regelfall werden Plattformen sehr zurückhaltend mit der Löschung solcher Kurzbewertungen sein.
Kununu kommuniziert in der Regel per E-Mail mit dem Unternehmen bzw. mit der Person, die den Löschantrag gestellt hat. Je nach gewähltem Weg erhalten Sie Bestätigungen über den Eingang der Meldung, Rückfragen zur Bewertung oder die Information, dass die Bewertung deaktiviert, überarbeitet oder abgelehnt wurde. Es ist daher wichtig, eine zentrale Kontaktadresse zu nutzen, die regelmäßig geprüft wird, und interne Zuständigkeiten festzulegen, damit Rückmeldungen nicht untergehen.
Unter „Löschflat“ werden häufig Paketmodelle verstanden, bei denen für einen festen monatlichen Betrag eine bestimmte Anzahl von Bewertungen geprüft und Löschversuche übernommen werden. Solche Modelle können sinnvoll sein, wenn Sie dauerhaft vielen Bewertungen ausgesetzt sind (z. B. Konzerne, große Kliniken, große öffentliche Arbeitgeber) und intern keine Kapazitäten für eine strukturierte Rechtsprüfung vorhanden sind. Wichtig ist, genau zu prüfen, welche Leistungen enthalten sind: Werden Bewertungen nur oberflächlich „angeklickt“ oder tatsächlich rechtlich einzeln geprüft? Erfolgsversprechen ohne klare Kriterien und Transparenz sind ein Warnsignal.
Kununu wird im gesamten DACH-Raum genutzt, die rechtlichen Rahmenbedingungen unterscheiden sich aber je nach Rechtsordnung. Für Unternehmen mit Sitz in Deutschland sind insbesondere deutsches Persönlichkeitsrecht, Arbeitsrecht und Strafrecht maßgeblich, während in Österreich oder der Schweiz eigene nationale Regelungen greifen. Für international tätige Unternehmen stellt sich zudem die Frage, welche Rechtsordnung im Einzelfall Anwendung findet. In vielen Konstellationen lassen sich rechtswidrige Bewertungen jedoch unabhängig vom genauen Sitz des Unternehmens angreifen, weil grundlegende Schutzprinzipien (z. B. Schutz vor Verleumdung) in allen Rechtsordnungen verankert sind.
Grundsätzlich können auch Bewertende ihre eigenen Kununu-Einträge nachträglich bearbeiten oder löschen, sofern sie Zugang zu ihrem Account haben und die Plattform dies technisch vorsieht. Für Unternehmen kann es sinnvoll sein, in Konfliktsituationen eine direkte Klärung mit der betreffenden Person anzustreben. Kommt es zu einer einvernehmlichen Lösung, entscheiden sich manche Mitarbeitende von sich aus, eine Bewertung abzuschwächen, zu präzisieren oder ganz zu entfernen. Wichtig ist, dass hierbei kein unzulässiger Druck ausgeübt wird und keine verbotenen Gegenleistungen vereinbart werden.
Löschdas ist ein Produkt der Image Rechtsdienstleistungen GmbH, einer 100%igen Tochter der Dustap Holding GmbH. Unsere juristische Expertise stützt sich auf Erfahrung aus der Unternehmensgruppe – mehrjährig und praxiserprobt.
