Bianca von Löschdas.de
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Trustpilot zählt zu den bekanntesten Bewertungsplattformen weltweit. Unternehmen aller Branchen können dort öffentlich bewertet werden – auch dann, wenn sie ihr Profil selbst gar nicht nutzen. Für potenzielle Kunden sind die Sternebewertungen auf Trustpilot ein wichtiger Anhaltspunkt bei der Kaufentscheidung. Umso wichtiger ist es, unfaire, falsche oder rufschädigende Bewertungen nicht unbeantwortet zu lassen. Als registrierter Rechtsdienstleister unterstützen wir Sie dabei, unzulässige Trustpilot-Bewertungen prüfen und löschen zu lassen – mit klarer Strategie, Erfahrung im Bewertungsrecht und strukturierter Kommunikation mit der Plattform.
Eine negative Bewertung auf Trustpilot kann große Wirkung entfalten: Sie ist öffentlich sichtbar, kann in Suchergebnissen erscheinen und beeinflusst das Verhalten potenzieller Kunden. Besonders problematisch wird es, wenn die Bewertung nicht nur kritisch, sondern unzulässig ist – etwa weil sie auf falschen Tatsachen, beleidigenden Äußerungen oder keiner echten Erfahrung mit Ihrem Unternehmen beruht. Sachliche, zutreffende Kritik ist dagegen von der Meinungsfreiheit gedeckt und muss hingenommen werden.
Folgende Gründe können für eine Löschung sprechen:
Über Ihren Trustpilot-Business-Account können Sie eine Bewertung melden. Pro Meldung wählen Sie genau einen Grund – etwa weil die Bewertung schädlich oder rechtswidrig ist, personenbezogene Daten enthält oder nicht auf einer echten Erfahrung beruht. Für den letztgenannten Grund müssen Sie zuvor über Ihren Account Informationen beim Verfasser anfordern. Wichtig zu wissen: Gemeldete Bewertungen bleiben während der Prüfung online; ausgeblendet werden nur Meldungen wegen schädlicher oder rechtswidriger Inhalte. Ihre Meldeaktivität ist zudem öffentlich einsehbar – melden Sie daher nach einheitlichen Maßstäben. Sichern Sie die Bewertung per Screenshot und antworten Sie sachlich, ohne personenbezogene Daten preiszugeben.
Ob eine Bewertung rechtlich angreifbar ist und welcher Meldegrund passt, lässt sich oft nicht auf den ersten Blick beurteilen. Eine fundierte Einschätzung hilft, Fehlmeldungen zu vermeiden und die Beanstandung sauber zu begründen. Als registrierter Rechtsdienstleister übernehmen wir auf Wunsch die Prüfung und die Kommunikation mit Trustpilot – ob sich ein Vorgehen lohnt, klären wir in einer kostenlosen Ersteinschätzung.

Wir analysieren die Bewertung auf Rechtsverstöße, Formulierungen, Kundenbezug und mögliche Richtlinienverstöße bei Trustpilot. Ziel ist eine fundierte Einschätzung, ob eine Löschung realistisch durchsetzbar ist.
Auf Basis der rechtlichen Einschätzung formulieren wir einen individuellen, begründeten Löschantrag. Die Image Rechtsdienstleistungen GmbH reicht ihn schriftlich in Ihrem Namen bei Trustpilot ein; für ein gerichtliches Vorgehen steht unser juristisches Partnernetzwerk bereit.
Trustpilot prüft den Antrag, holt ggf. eine Stellungnahme beim Verfasser ein und entscheidet über die Löschung. Wir halten Sie über den gesamten Verlauf transparent informiert und übernehmen auf Wunsch auch weitere Schritte – etwa eine zweite Beanstandung oder juristische Maßnahmen bei Ablehnung.

Trustpilot ist eine internationale Bewertungsplattform, auf der Kundinnen und Kunden öffentlich Rezensionen zu Unternehmen hinterlassen können – unabhängig davon, ob die Unternehmen dort aktiv sind. Die Plattform hat einen hohen Einfluss auf den Ruf und die Sichtbarkeit eines Unternehmens in Suchmaschinen. Die Bewertungen werden öffentlich dargestellt und oft in Suchergebnissen prominent angezeigt. Unternehmen können ein Profil beanspruchen und dort auf Rezensionen antworten oder diese melden.
Bewertungen auf Trustpilot werden nicht nur auf der Plattform selbst angezeigt, sondern können auch in Google-Suchergebnissen gut sichtbar erscheinen. Ein schwacher TrustScore oder einzelne negative Rezensionen können das Vertrauen potenzieller Kundinnen und Kunden beeinträchtigen – und damit Anfragen und Umsatz. Selbst unberechtigte oder irreführende Bewertungen entfalten eine Außenwirkung und können den digitalen Ruf eines Unternehmens nachhaltig belasten.
In vielen Fällen ja – eine pauschale Antwort gibt es aber nicht. Trustpilot wird von der Trustpilot A/S mit Sitz in Kopenhagen betrieben. Betrifft eine Bewertung ein Unternehmen mit Sitz in Deutschland und richtet sie sich an ein deutsches Publikum, können deutsche Gerichte zuständig und deutsches Recht anwendbar sein. Maßgeblich sind dann vor allem das Unternehmenspersönlichkeitsrecht und gegebenenfalls das Wettbewerbsrecht. Unabhängig davon prüft Trustpilot Meldungen anhand der eigenen Richtlinien. Ob eine Bewertung rechtswidrig ist, hängt immer vom konkreten Wortlaut und den Umständen des Einzelfalls ab.
Trustpilot lässt Meldungen unter anderem zu, wenn eine Bewertung schädlich oder rechtswidrig ist (z. B. Hassrede, Drohungen, Obszönitäten oder Diffamierung), personenbezogene Daten Dritter enthält, werbend ist, nicht auf einer echten Erfahrung beruht oder ein anderes Unternehmen betrifft. Rechtlich unzulässig sind vor allem unwahre Tatsachenbehauptungen, Schmähkritik und Formalbeleidigungen. Nicht ausreichend ist dagegen, dass eine Bewertung Ihr Unternehmen kritisiert, Kraftausdrücke enthält oder Sie mit ihr nicht einverstanden sind. Trustpilot stellt zudem klar, dass eine reine Meinungsäußerung wie „Der Service hat mir nicht gefallen“ keine Diffamierung ist.
Meinungen sind erlaubt – auch wenn sie kritisch sind. Sobald jedoch keine sachliche Auseinandersetzung mehr vorliegt und es nur noch um persönliche Herabwürdigung geht, spricht man von Schmähkritik. Diese ist nicht vom Grundrecht auf Meinungsfreiheit gedeckt.
Jede Meldung erzeugt bei Trustpilot einen Vorgang, den das Content-Integrity-Team – je nach Fall mit automatisierter Erkennung, manueller Prüfung oder beidem – bearbeitet. Wichtig: Die Bewertung bleibt während der Prüfung online; ausgeblendet werden nur Bewertungen, die als schädlich oder rechtswidrig gemeldet wurden. Muss der Verfasser seine Bewertung ändern oder Nachweise vorlegen, fordert Trustpilot ihn dazu auf und gibt ihm dafür drei Tage Zeit. Anschließend werden Sie über das Ergebnis informiert: Die Bewertung bleibt online oder wird offline genommen.
Das hängt vom Inhalt ab. Trustpilot ist für Erfahrungen mit Produkten und Dienstleistungen gedacht; wer für das Unternehmen arbeitet, darf es nach den Richtlinien nicht bewerten. Bewertungen, die sich nicht auf eine Kundenerfahrung, sondern ausschließlich auf ein früheres Arbeitsverhältnis beziehen, können daher gegen die Richtlinien verstoßen – die Entscheidung trifft Trustpilot im Einzelfall. Rechtlich gilt: Sachliche Kritik ist zulässig, auch wenn sie emotional formuliert ist. Unwahre Tatsachenbehauptungen, Schmähkritik oder die Preisgabe von Geschäftsgeheimnissen sind dagegen angreifbar.
Auch kurze oder nichtssagende Bewertungen können unzulässig sein. Entscheidend ist nicht die Länge, sondern ob der Bewertung eine echte Erfahrung mit Ihrem Unternehmen zugrunde liegt. Erkennen Sie den Verfasser nicht, fordern Sie über Ihren Business-Account zunächst Informationen zur Erfahrung an; anschließend kann die Bewertung als nicht auf einer echten Erfahrung beruhend gemeldet werden. Beachten Sie: Allein weil eine Bewertung unspezifisch ist oder Ihren Firmennamen nicht nennt, entfernt Trustpilot sie nicht. Häufen sich kurze Negativbewertungen, sollten Sie das Muster dokumentieren.
Hinweise auf fingierte Bewertungen können wiederholte Rezensionen in kurzer Zeit, auffällig ähnliche Formulierungen, fehlende Bezüge zu Ihren tatsächlichen Leistungen oder Verfasser sein, die in Ihren Kundenunterlagen nicht auftauchen. Einzelne Indizien beweisen allerdings noch keine Fälschung. Trustpilot setzt eine automatisierte Erkennung ein; zusätzlich können Sie über Ihr Unternehmensprofil Informationen beim Verfasser anfordern und die Bewertung danach melden. Führt das nicht weiter, kann eine rechtliche Prüfung sinnvoll sein, ob gegen die Plattform oder den Verfasser vorgegangen werden kann.
Wiederholte oder koordinierte Negativbewertungen können auf gezielte Rufschädigung hindeuten. Dokumentieren Sie jede Bewertung mit Datum, Profilnamen und Screenshot und melden Sie die Bewertungen einzeln mit dem jeweils passenden Grund. Trustpilot kann Konten von Bewertenden sperren, die wiederholt gegen die Richtlinien verstoßen, etwa durch Fake-Bewertungen. Bei einer größeren Welle ist eine frühzeitige rechtliche Einschätzung sinnvoll, um das weitere Vorgehen abzustimmen.
Der TrustScore ist die Gesamtbewertung eines Unternehmens auf einer Skala von 1 bis 5. Er ist kein einfacher Durchschnitt: Neuere Bewertungen fließen stärker ein als ältere, und in die Berechnung werden zusätzlich sieben neutrale Bewertungen mit 3,5 Sternen einbezogen, deren Einfluss mit wachsender Bewertungszahl abnimmt. Keine Rolle spielt laut Trustpilot, ob eine Bewertung verifiziert, eingeladen oder unaufgefordert abgegeben wurde; auch ein kostenpflichtiges Abo ändert nichts. Gibt eine Person mehrere Bewertungen ab, zählt nur die jüngste. Die Sternanzeige wird auf halbe oder ganze Sterne gerundet.
Durch aktives, faires Bewertungsmanagement: Laden Sie Ihre Kundinnen und Kunden regelmäßig und einheitlich zur Bewertung ein – nicht nur diejenigen, von denen Sie ein positives Urteil erwarten. Reagieren Sie zeitnah und sachlich auf Kritik und melden Sie tatsächlich unzulässige Bewertungen. Gekaufte oder manipulierte Bewertungen sind tabu: Sie verstoßen gegen die Trustpilot-Richtlinien, können zu Maßnahmen wie einem öffentlichen Warnhinweis auf Ihrem Profil führen und sind auch nach dem UWG unzulässig.
Ja – aber sachlich, rechtlich sicher und ohne neue Angriffsfläche zu bieten. Ein professioneller Umgang mit Kritik wird von Kunden positiv wahrgenommen. In manchen Fällen ist aber Stillschweigen oder rechtliches Vorgehen der bessere Weg.
Eine als verifiziert gekennzeichnete Bewertung bedeutet, dass Trustpilot eine echte Erfahrung des Verfassers mit dem Unternehmen bestätigt hat. Das ist der Fall, wenn das Unternehmen über die automatisierten Einladungstools von Trustpilot eingeladen hat oder wenn der Verfasser Unterlagen vorgelegt hat, die einen Kauf oder eine Dienstleistung belegen – etwa nachdem die Bewertung als verdächtig aufgefallen ist. Auf die Berechnung des TrustScores hat die Kennzeichnung keinen Einfluss.
Melden können Sie Bewertungen über Ihren Trustpilot-Business-Account; ohne Account ist eine Meldung über das Kontaktformular möglich. Pro Meldung wählen Sie genau einen Grund. Für manche Gründe gelten Vorstufen: Bevor Sie eine Bewertung als nicht auf einer echten Erfahrung beruhend melden, müssen Sie Informationen beim Verfasser anfordern; bei personenbezogenen Daten oder einer Verwechslung mit einem anderen Unternehmen bitten Sie den Verfasser zunächst um eine Änderung. Eine abgesendete Meldung lässt sich nachträglich nicht bearbeiten – wählen Sie Grund und Begründung daher sorgfältig.
Eine feste Bearbeitungsdauer nennt Trustpilot nicht. Meldungen werden nach eigenen Angaben so schnell wie möglich bearbeitet; komplexe Fälle können länger dauern. Muss der Verfasser seine Bewertung ändern oder Nachweise vorlegen, erhält er dafür drei Tage Zeit – versteht er die Anforderung nicht, kann sich der Austausch verlängern. Kommt es zu einem Einspruch gegen die Entscheidung oder zu rechtlichen Schritten, ist mit zusätzlicher Zeit zu rechnen. Den Status Ihrer Meldungen sehen Sie in Ihrem Business-Account.
Ja. Trustpilot entscheidet zunächst selbst, ob ein Verstoß gegen die Richtlinien vorliegt. Eine Bewertung bleibt online, wenn Trustpilot keinen Verstoß erkennt, die Beweislage nicht ausreicht oder der Verfasser das Problem behoben hat. Halten Sie die Entscheidung für falsch, können Sie auf die Entscheidungs-E-Mail antworten und um erneute Prüfung bitten; bleibt es dabei, ist eine formelle Beschwerde über den Link in dieser E-Mail möglich. Unabhängig davon steht der Rechtsweg offen, wenn die Bewertung rechtswidrig ist.
Neben der internen Überprüfung können Sie zusätzliche Nachweise nachreichen oder die Beanstandung erneut und besser begründet vorbringen. Der Digital Services Act sieht zudem die Möglichkeit vor, eine zertifizierte außergerichtliche Streitbeilegungsstelle anzurufen (Art. 21 DSA). Ist die Bewertung rechtswidrig, kommen außergerichtliche Aufforderungen an Trustpilot oder – sofern bekannt – an den Verfasser in Betracht, im Einzelfall auch gerichtliche Schritte einschließlich eines Eilverfahrens. Welcher Weg sinnvoll ist, hängt von Inhalt, Beweislage und Kostenrisiko ab.
Grundsätzlich ja. Wer rechtswidrige Inhalte verbreitet, kann zivilrechtlich auf Unterlassung und Beseitigung, bei Verschulden und nachweisbarem Schaden auch auf Schadensersatz in Anspruch genommen werden. Bei Beleidigung, übler Nachrede oder Verleumdung (§§ 185 bis 187 StGB) kommt zudem ein Strafantrag in Betracht. In der Praxis setzt all das voraus, dass die Identität des Verfassers bekannt ist oder ermittelt werden kann.
In der Regel nicht ohne Weiteres. Ein Auskunftsanspruch über Bestandsdaten kann nach § 21 TDDDG bestehen, wenn eine Bewertung bestimmte Straftatbestände erfüllt – etwa Beleidigung, üble Nachrede oder Verleumdung. Dafür ist eine vorherige gerichtliche Anordnung erforderlich. Da Trustpilot seinen Sitz in Dänemark hat, stellen sich zusätzlich Fragen der Zuständigkeit und Durchsetzbarkeit. Ob ein solches Verfahren im Einzelfall aussichtsreich ist, sollte vorab rechtlich geprüft werden.
Nicht zwingend. Unternehmen können Bewertungen selbst über den Business-Account melden. Rechtliche Unterstützung kann aber sinnvoll sein, wenn unklar ist, ob eine Äußerung als Meinung oder als Tatsachenbehauptung einzuordnen ist, wenn Trustpilot eine Meldung abgelehnt hat oder wenn Schritte gegen die Plattform oder den Verfasser im Raum stehen. Spezialisierte Kanzleien oder registrierte Rechtsdienstleister können die Beanstandung strukturiert begründen – ein bestimmtes Ergebnis kann jedoch niemand garantieren.
In der Regel nicht. Nach Angaben von Trustpilot entscheiden Verbraucherinnen und Verbraucher, welche Unternehmen bewertet werden. Ein neu angelegtes Profil wird zwar automatisch gelöscht, wenn es innerhalb eines Tages keine Bewertung erhält. Sobald ein Unternehmen jedoch bewertet wurde, entfernt Trustpilot weder das Profil noch die Bewertungen – es sei denn, es liegt ein Regelverstoß vor. Das gilt auch, wenn das Unternehmen sein Profil nicht aktiv nutzt, es in den nicht beanspruchten Zustand zurückversetzt oder den Inhaber gewechselt hat.
Nein. Nur Trustpilot selbst oder der Rezensent kann eine Bewertung endgültig entfernen. Unternehmen können Bewertungen melden oder juristisch gegen sie vorgehen, aber nicht eigenmächtig löschen.
Durch kontinuierliches Monitoring, regelmäßige und einheitliche Bewertungseinladungen an alle Kundinnen und Kunden sowie zeitnahe, sachliche Antworten auf kritische Beiträge. Legen Sie intern fest, wer Bewertungen beobachtet, wie Nachweise gesichert werden und wann eine Meldung oder eine rechtliche Prüfung angestoßen wird. So können Sie auf unzulässige Inhalte schnell und strukturiert reagieren.
Nach eigenen Angaben nicht. Laut Trustpilot gelten die Richtlinien für alle Unternehmen gleichermaßen – unabhängig davon, ob sie ihr Profil beansprucht haben oder kostenpflichtige Dienste nutzen. Auch der TrustScore wird für alle Unternehmen gleich berechnet. Zahlende Unternehmen erhalten erweiterte Softwarefunktionen, etwa rund um Einladungen und Analysen. Eine bessere Bewertung oder die Löschung kritischer Rezensionen lässt sich damit laut Trustpilot nicht erkaufen.
Trustpilot ist unter verschiedenen Länderdomains erreichbar, etwa trustpilot.com oder de.trustpilot.com; die Richtlinien für Bewertende und Unternehmen gelten einheitlich. Welches Recht auf eine Bewertung anwendbar ist, hängt vom Einzelfall ab – etwa davon, wo das Unternehmen seinen Sitz hat, an wen sich die Bewertung richtet und wo sich die Rufbeeinträchtigung auswirkt. Betrifft eine Bewertung ein deutsches Unternehmen und deutsche Kundinnen und Kunden, kann häufig deutsches Recht herangezogen werden; bei grenzüberschreitenden Sachverhalten kann auch ausländisches Recht eine Rolle spielen.
Unternehmen können ihre Kundinnen und Kunden über die automatisierten Einladungstools von Trustpilot zur Bewertung einladen. So entstandene Bewertungen werden als verifiziert gekennzeichnet. Trustpilot verlangt, dass Einladungen einheitlich an alle Kundinnen und Kunden oder über ein neutrales System versendet und neutral formuliert werden. Regelmäßige Einladungen können zu einem ausgewogeneren Bewertungsbild beitragen. Beachten Sie: Bewertungen von Personen, die Sie selbst eingeladen haben, können Sie nicht mit der Begründung melden, sie beruhten nicht auf einer echten Erfahrung.
Rechtlich gibt es keine starre Frist: Auch ältere Bewertungen können angreifbar sein, wenn sie etwa unwahre Tatsachenbehauptungen oder Schmähkritik enthalten. Bei Trustpilots internem Verfahren gibt es jedoch eine wichtige Einschränkung: Bewertungen, die vor mehr als einem Jahr veröffentlicht wurden, prüft Trustpilot in der Regel nicht mehr darauf, ob sie auf einer echten Erfahrung beruhen, weil von Bewertenden nicht erwartet wird, Belege unbegrenzt aufzubewahren. Andere Meldegründe bleiben davon unberührt. Neue Bewertungen sollten Sie daher zeitnah prüfen.
Ja, insbesondere bei Bewertungswellen. Jede Bewertung wird bei Trustpilot allerdings einzeln und jeweils nur mit einem Grund gemeldet. Hilfreich ist eine strukturierte Übersicht mit Datum, Profilnamen, Inhalt und passendem Meldegrund. Melden Sie nach einheitlichen Maßstäben: Trustpilot macht die Meldeaktivität von Unternehmen – einschließlich der Sternebewertungen gemeldeter Rezensionen – öffentlich sichtbar, und eine missbräuchliche Nutzung der Meldefunktion kann Konsequenzen haben.
Unter Umständen ja. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs haften Betreiber von Bewertungsportalen zwar nicht für jede Bewertung, sie treffen aber Prüfpflichten, sobald sie auf eine konkrete Rechtsverletzung hingewiesen werden. Verletzt der Betreiber diese Pflichten und bleibt eine rechtswidrige Bewertung online, kann er auf Unterlassung in Anspruch genommen werden – außergerichtlich und notfalls gerichtlich. Bei Trustpilot als Anbieter mit Sitz in Dänemark sind zusätzlich Fragen der Zuständigkeit und Zustellung zu klären. Ob ein solches Vorgehen aussichtsreich ist, hängt vom Einzelfall ab.
Hinweise darauf, dass ein Mitbewerber negativ bewertet hat, sollten Sie sorgfältig dokumentieren. Nach den Trustpilot-Richtlinien dürfen Wettbewerber ein Unternehmen nicht bewerten; solche Bewertungen können als nicht auf einer echten Erfahrung beruhend gemeldet werden. Lässt sich nachweisen, dass ein Wettbewerber gezielt falsche Bewertungen abgibt oder in Auftrag gibt, kommen zudem wettbewerbsrechtliche Ansprüche nach dem UWG in Betracht, etwa auf Unterlassung. Die Beweisführung ist in der Praxis allerdings oft anspruchsvoll.
Ein eigenes juristisches Formular für Unternehmen bietet Trustpilot nicht an. Gemeldet wird über die Meldefunktion im Business-Account; ohne Account oder für andere Inhalte wie Profilnamen steht das Kontaktformular zur Verfügung. Eine gute Beanstandung benennt den passenden Meldegrund, bezeichnet die konkrete Passage und legt nachvollziehbar dar, warum sie gegen die Richtlinien oder geltendes Recht verstößt. Allgemeine Muster aus dem Internet passen häufig nicht zum konkreten Fall.
Ein spezialisierter Dienstleister kennt die Meldewege und Richtlinien von Trustpilot sowie die rechtlichen Maßstäbe des Bewertungsrechts. Er kann einschätzen, ob eine Bewertung angreifbar ist, die Beanstandung sorgfältig begründen und bei Bedarf weitere Schritte koordinieren. loeschdas.de ist ein Angebot der Image Rechtsdienstleistungen GmbH, die nach § 10 Abs. 1 Nr. 1 RDG für Inkassodienstleistungen registriert ist; für eine gerichtliche Eskalation arbeiten wir mit einem juristischen Partnernetzwerk zusammen.
Das hängt vom Einzelfall ab, etwa von der Zahl der Bewertungen und davon, ob eine außergerichtliche Beanstandung genügt oder gerichtliche Schritte nötig werden. Anwältinnen und Anwälte rechnen nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) oder auf Basis einer Vergütungsvereinbarung ab. Bei loeschdas.de erhalten Sie zunächst eine kostenlose Ersteinschätzung und anschließend ein unverbindliches Angebot – Sie entscheiden dann, ob Sie uns beauftragen. Ob Kosten von der Gegenseite erstattet werden, lässt sich nur im Einzelfall beurteilen.
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs treffen Betreiber von Bewertungsportalen Prüfpflichten, sobald ein Betroffener eine Bewertung konkret beanstandet; der Betreiber muss die Beanstandung dann in der Regel an den Verfasser weiterleiten und eine Stellungnahme einholen (BGH, Urteil vom 1.3.2016 – VI ZR 34/15). Die Rüge, einer Bewertung liege kein tatsächlicher Kontakt zugrunde, reicht dafür grundsätzlich aus (BGH, Urteil vom 9.8.2022 – VI ZR 1244/20). Unabhängig davon prüft Trustpilot Meldungen nach seinem eigenen Verfahren. Inwieweit sich diese Grundsätze gegenüber Trustpilot als Anbieter mit Sitz in Dänemark durchsetzen lassen, ist im Einzelfall zu klären.
Der Digital Services Act (DSA) gilt seit dem 17. Februar 2024 vollständig – und zwar nicht nur für große Plattformen. Alle Hostingdienste, also auch Bewertungsplattformen wie Trustpilot, müssen ein leicht zugängliches Melde- und Abhilfeverfahren für rechtswidrige Inhalte bereitstellen (Art. 16 DSA) und ihre Entscheidungen begründen (Art. 17 DSA). Online-Plattformen müssen zusätzlich ein internes Beschwerdemanagement anbieten (Art. 20 DSA); zudem können zertifizierte außergerichtliche Streitbeilegungsstellen angerufen werden (Art. 21 DSA). Unternehmen melden Bewertungen bei Trustpilot über den Business-Account. Wichtig ist eine hinreichend genaue und begründete Meldung.
Nein – und das sagen wir bewusst offen. Zulässige, sachlich zutreffende Kritik ist durch die Meinungsfreiheit gedeckt und muss hingenommen werden. Angreifbar sind dagegen rechtswidrige Bewertungen: unwahre Tatsachenbehauptungen, Beleidigungen, Schmähkritik, fehlender Geschäftskontakt, Interessenkonflikte oder Fake-Profile. Ob eine konkrete Bewertung löschbar ist, hängt vom Einzelfall ab – deshalb prüfen wir vorab kostenlos und ehrlich, ob eine Löschung realistisch durchsetzbar ist.
Löschdas ist ein Produkt der Image Rechtsdienstleistungen GmbH, einer 100%igen Tochter der Dustap Holding GmbH. Unsere juristische Expertise stützt sich auf Erfahrung aus der Unternehmensgruppe – mehrjährig und praxiserprobt.
