Bianca von Löschdas.de
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Unfaire, falsche oder beleidigende kununu-Bewertungen können Ihrem Unternehmen als Arbeitgeber ernsthaft schaden. Gerade im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte spielt Ihr Auftritt auf Bewertungsplattformen eine wichtige Rolle. Unzulässige Bewertungen müssen Sie deshalb nicht einfach hinnehmen – Sie können ihre Überprüfung und Löschung gezielt verlangen.
Negative Einträge auf kununu gehören häufig zu den ersten Berührungspunkten, die Bewerberinnen und Bewerber mit Ihrem Unternehmen haben. Bereits einzelne schlechte Bewertungen können qualifizierte Kandidatinnen und Kandidaten von einer Bewerbung abhalten. Umso wichtiger ist es, zwischen zulässiger Kritik und rechtswidrigen oder gegen die kununu-Richtlinien verstoßenden Bewertungen zu unterscheiden – und gezielt gegen Letztere vorzugehen.
kununu ist auf Arbeitgeberbewertungen spezialisiert. Bewerten dürfen laut kununu-Richtlinien nur Personen, die für das Unternehmen arbeiten, gearbeitet oder sich dort beworben haben. Die Bewertung erfolgt anonym – kununu verlangt lediglich eine E-Mail-Adresse, aber weder Namen noch Anschrift. Diese Anonymität schützt Mitarbeitende, führt aber mitunter dazu, dass Bewertungen einseitig, emotional oder missbräuchlich eingesetzt werden – etwa als Rache nach einem Konflikt oder einer Absage.
Zutreffende Kritik und zulässige Meinungsäußerungen müssen Sie als Arbeitgeber hinnehmen. Dort, wo die Meinungsfreiheit endet und unzulässige Inhalte beginnen, haben Sie jedoch rechtliche Möglichkeiten, gegen kununu-Bewertungen vorzugehen und deren Löschung zu verlangen.
Typische Gründe für eine Löschung von kununu-Bewertungen:
Ob eine Aussage eine Meinung oder eine überprüfbare Tatsachenbehauptung ist, lässt sich nicht immer leicht beurteilen. Im Rahmen einer kostenlosen Ersteinschätzung prüfen wir das für Sie und sagen Ihnen offen, ob eine Beanstandung Aussicht auf Erfolg hat.

Wir analysieren die kununu-Bewertung umfassend – juristisch, inhaltlich und im Kontext der kununu-Richtlinien. Sie erhalten eine fundierte Einschätzung, ob und auf welcher Grundlage die Bewertung angreifbar ist.
Auf Basis der Prüfung formulieren wir eine präzise, rechtlich begründete Beanstandung und übernehmen die Kommunikation mit kununu. Im Prüfprozess fordert kununu die bewertende Person gegebenenfalls auf, beanstandete Aussagen nachzuweisen, zu ändern oder zu entfernen.
Sie werden während des gesamten Verfahrens transparent über den Bearbeitungsstand informiert. Sobald kununu entschieden hat – etwa über eine Deaktivierung, eine Wiederfreischaltung nach Anpassung oder eine Ablehnung –, erhalten Sie eine klare Zusammenfassung und eine Empfehlung für das weitere Vorgehen.

Ungerechtfertigt negative kununu-Bewertungen können Ihr Employer Branding erheblich beeinträchtigen. Viele qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber informieren sich vor einer Bewerbung auf Bewertungsplattformen. Fällt das Bild dort einseitig schlecht aus – etwa durch einzelne, besonders extreme Bewertungen mit unzulässigen Inhalten –, schreckt das potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten ab. Durch das Löschen rechtswidriger Bewertungen stellen Sie sicher, dass Ihr Unternehmen fair dargestellt wird und nicht durch falsche oder beleidigende Aussagen geschädigt wird.
Zulässige Kritik müssen Sie akzeptieren – auch wenn sie scharf formuliert ist. Meinungsäußerungen, die auf wahren Tatsachen beruhen und keine beleidigenden oder diskriminierenden Elemente enthalten, sind grundsätzlich von der Meinungsfreiheit gedeckt. Unzulässig sind hingegen Beleidigungen, Schmähkritik und nachweislich falsche Tatsachenbehauptungen. Solche Bewertungen müssen Sie nicht hinnehmen und können deren Löschung verlangen.
Deaktiviert bzw. gelöscht werden können Bewertungen, die gegen Gesetze oder gegen die kununu-Richtlinien verstoßen. Typische Beispiele sind:
Ob eine konkrete Bewertung angreifbar ist, hängt vom Einzelfall ab. Eine rechtliche Prüfung hilft einzuschätzen, ob die Schwelle zur Rechtswidrigkeit überschritten ist.
kununu beschreibt den Meldeweg für Arbeitgeber so:
Ein reiner Verweis auf Gesetze oder Formulierungen wie „die ganze Bewertung ist unwahr“ genügen kununu nicht. Je konkreter und nachvollziehbarer die Begründung, desto besser lässt sich die Beanstandung prüfen.
Alternativ können Sie einen Rechtsdienstleister oder eine Kanzlei mit dem gesamten Verfahren beauftragen.
kununu prüft zunächst, ob die Beanstandung begründet ist. Ist das der Fall, nimmt kununu die Bewertung vollständig offline und teilt der bewertenden Person mit, welche Textpassagen gemeldet wurden. Sie wird gebeten, die Aussagen nachzuweisen, zu entfernen oder anzupassen. Gleichzeitig erfährt Ihr Unternehmen, dass die Bewertung offline genommen wurde. Werden die Aussagen belegt oder angepasst, geht die Bewertung wieder online. Hält kununu die Beanstandung für unbegründet – etwa weil es sich um eine Meinungsäußerung handelt oder bereits Nachweise vorliegen –, bleibt die Bewertung sichtbar; auch darüber werden Sie informiert.
In seinen Hilfeartikeln nennt kununu keine feste Bearbeitungsdauer. Wie lange es dauert, hängt vor allem davon ab, ob die Beanstandung sofort als begründet eingestuft wird und wie schnell die bewertende Person auf die Bitte reagiert, Aussagen nachzuweisen oder anzupassen. Die beanstandete Bewertung kann dabei bereits früh im Verfahren offline genommen werden. Bei komplexen Sachverhalten, Rückfragen oder einer anschließenden Beschwerde gegen die Entscheidung kann sich der Vorgang deutlich verlängern.
kununu weist darauf hin, dass eine Beanstandung gegebenenfalls an die bewertende Person weitergeleitet werden muss. Im Prüfprozess erfährt diese, welche Textpassagen gemeldet wurden, und wird um Nachweise oder eine Anpassung gebeten. Dass die Meldung vom bewerteten Arbeitgeber stammt, liegt dabei in der Regel nahe. Formulieren Sie Ihre Begründung deshalb sachlich und so, dass Sie mit einer Weitergabe einverstanden wären, und verzichten Sie auf Vermutungen über die Identität der bewertenden Person.
Das kommt vor. kununu nimmt beanstandete Bewertungen im Prüfprozess zunächst nur vorübergehend offline. Weist die bewertende Person ihre Aussagen nach oder passt sie die Bewertung an die Richtlinien an, stellt kununu sie wieder online – dann in der überarbeiteten Fassung. Endgültig löschen kann eine Bewertung laut kununu nur die verfassende Person selbst. Haben Sie die Kommentar-Funktion aktiviert, informiert kununu Sie per E-Mail, sobald eine Bewertung wieder online geht, sodass Sie die neue Fassung prüfen können.
In aller Regel nicht. kununu fragt bei der Bewertung weder Namen noch Anschrift ab und gibt nach eigenen Angaben grundsätzlich keine personenbezogenen Daten direkt an Unternehmen heraus – nur auf gesetzliche, richterliche oder behördliche Anordnung an die zuständige Stelle. Ein Auskunftsanspruch nach § 21 TDDDG setzt eine vorherige gerichtliche Anordnung und Inhalte voraus, die bestimmte Straftatbestände erfüllen, etwa Beleidigung oder Verleumdung. Bestreitet ein Arbeitgeber, dass die Person überhaupt für ihn tätig war, muss kununu nach einem Beschluss des OLG Hamburg die Person so weit individualisieren, dass der Arbeitgeber dies überprüfen kann – oder die Bewertung löschen (Beschluss vom 8.2.2024 – 7 W 11/24, Eilverfahren).
Rein rechtlich ist es möglich, gegen den Verfasser einer Bewertung vorzugehen – etwa mit Unterlassungsansprüchen oder Schadensersatzforderungen. In der Praxis scheitert dies aber häufig daran, dass die Person anonym bleibt. Ohne Identität ist eine direkte Anspruchsdurchsetzung kaum möglich. Deshalb richtet sich das Vorgehen in den meisten Fällen gegen die Plattform und zielt auf die Löschung der Bewertung ab. Nur wenn der Verfasser bekannt ist oder ermittelt werden kann, kommen rechtliche Schritte unmittelbar gegen diese Person in Betracht.
Zwingend erforderlich ist das nicht. Sie können kununu-Bewertungen selbst und kostenfrei melden; laut kununu ist der Prüfprozess derselbe, egal ob die Meldung vom Unternehmen selbst oder von einer beauftragten Kanzlei bzw. einem Rechtsdienstleister kommt. Professionelle Unterstützung kann sinnvoll sein, wenn die rechtliche Einordnung schwierig ist – etwa bei der Abgrenzung zwischen Meinung und Tatsachenbehauptung – oder wenn nach einer Ablehnung weitere Schritte geprüft werden sollen. Kommt ein gerichtliches Vorgehen in Betracht, braucht es meist eine anwaltliche Vertretung – dafür steht unser juristisches Partnernetzwerk bereit.
Die Meldung direkt bei kununu ist kostenlos. Kosten entstehen erst, wenn Sie professionelle Unterstützung beauftragen, etwa einen Rechtsdienstleister oder eine Kanzlei. Sie richten sich nach Umfang und Komplexität des Einzelfalls; bei gerichtlichen Schritten kommen Gerichts- und Anwaltskosten hinzu. Bei uns ist die Ersteinschätzung kostenlos und unverbindlich: Sie erhalten ein unverbindliches Angebot und entscheiden danach, ob Sie uns beauftragen. Ob Kosten von einer Versicherung übernommen oder von der verfassenden Person erstattet werden können, hängt vom konkreten Fall ab.
Nein. kununu verweist darauf, dass Unternehmen es nach der Rechtsprechung grundsätzlich hinnehmen müssen, von Nutzerinnen und Nutzern bewertet zu werden. Eine Sperrseite richtet kununu nur ein, wenn ein Unternehmen nicht mehr existiert – etwa nach Insolvenz, Liquidation oder Auflösung – und dies mit einem Handelsregisterauszug oder einem vergleichbaren amtlichen Dokument nachgewiesen wird. Bei einer Umfirmierung oder Verschmelzung ist das nicht möglich. Statt das Profil entfernen zu wollen, sollten Sie rechtswidrige Bewertungen gezielt beanstanden und auf zulässige Kritik sachlich reagieren.
Prüfen Sie zunächst die Begründung: Handelt es sich tatsächlich um eine zulässige Meinungsäußerung, bleibt die Bewertung online. Halten Sie die Entscheidung für falsch, können Sie sich an die Beschwerdestelle im kununu-Support wenden – laut kununu innerhalb von sechs Monaten, nachdem Sie über die Entscheidung informiert wurden. Außerdem können Sie eine zertifizierte außergerichtliche Streitbeilegungsstelle einschalten oder gerichtliche Schritte prüfen lassen. Parallel empfiehlt sich eine sachliche Antwort über die Kommentar-Funktion. Ob sich ein weiteres Vorgehen lohnt, hängt von Schwere und Reichweite der Bewertung ab.
Berechtigte Kritik sollten Sie nicht bekämpfen, sondern als Chance zur Verbesserung nutzen. Antworten Sie sachlich und wertschätzend auf solche Bewertungen. Bedanken Sie sich für das Feedback, gehen Sie auf die genannten Punkte ein und erläutern Sie, welche Maßnahmen Sie bereits ergriffen haben oder planen. So zeigen Sie Transparenz und Dialogbereitschaft. Auch wenn die Bewertung negativ ist, kann Ihre professionelle Reaktion bei anderen Leserinnen und Lesern positiv wirken.
Unabhängig davon, ob Sie eine Löschung anstreben, ist eine überlegte Reaktion sinnvoll. Achten Sie dabei auf folgende Punkte:
Eine ruhige, konstruktive Antwort signalisiert, dass Sie Kritik ernst nehmen und verantwortungsvoll mit Feedback umgehen.
Die beste Prävention ist eine gute interne Kultur. Wer offene Kommunikation, faire Arbeitsbedingungen und wertschätzende Führung lebt, reduziert das Risiko, dass Mitarbeitende ihren Ärger öffentlich abladen. Wichtig sind außerdem:
Ergänzend können Sie alle Mitarbeitenden sowie Bewerberinnen und Bewerber einladen, freiwillig ihre ehrliche Erfahrung zu teilen – etwa im Firmenmeeting, per Newsletter oder im Intranet. Nicht erlaubt sind nach den kununu-Richtlinien Aufforderungen zu positiven Bewertungen, das gezielte Ansprechen ausgewählter Gruppen (z. B. nur nach einer Gehaltserhöhung) und jede Form von Druck. Mehr authentische Bewertungen relativieren einzelne negative Einträge.
Mehrere negative Bewertungen in kurzer Folge können auf Missbrauch hindeuten, müssen es aber nicht. Nach den kununu-Richtlinien darf für den aktuellen Arbeitgeber alle zwölf Monate eine neue Bewertung abgegeben werden; bei ehemaligen Arbeitgebern ersetzt eine neue Bewertung die vorherige. Unzulässig sind Mehrfachbewertungen mit verschiedenen E-Mail-Adressen. Dokumentieren Sie auffällige Bewertungen gesammelt – etwa sprachliche Ähnlichkeiten oder zeitliche Häufungen – und teilen Sie kununu Ihren Verdacht über das Kontaktformular mit. kununu prüft dann nach eigenen Angaben das gesamte Profil, positive wie negative Bewertungen.
Ja, in schweren Fällen können kununu-Bewertungen auch strafrechtlich relevant sein – etwa bei gravierenden Beleidigungen, Verleumdungen oder volksverhetzenden Inhalten. In solchen Konstellationen kommt eine Strafanzeige in Betracht. Sie führt allerdings nicht automatisch dazu, dass der Verfasser identifiziert wird oder die Bewertung verschwindet. Strafrechtliche Schritte sollten daher gut überlegt und in der Regel mit anwaltlicher Unterstützung geprüft werden.
Bei kununu geht es speziell um Arbeitgeberbewertungen, bei Google meist um Kundenmeinungen zu Produkten oder Dienstleistungen. kununu arbeitet stark mit anonymen Verfassern und einem strukturierten Prüfprozess, bei dem der Bewertende aktiv zur Stellungnahme aufgefordert wird. Bei Google erfolgt die Löschung in der Regel anhand der dortigen Richtlinien, ohne dass der Verfasser zwingend in ein Prüfverfahren eingebunden wird. Inhaltlich drehen sich kununu-Bewertungen um interne Prozesse, Führung, Kultur und Arbeitsbedingungen – und tangieren damit häufig arbeitsrechtliche und datenschutzrechtliche Fragen. Entsprechend unterscheiden sich sowohl die rechtliche Bewertung als auch das konkrete Vorgehen bei der Löschung.
Schmähkritik liegt nach der Rechtsprechung nur in engen Grenzen vor: wenn nicht mehr die sachliche Auseinandersetzung, sondern allein die Herabwürdigung im Vordergrund steht. Auch sehr harte oder pauschale Werturteile – etwa „der schlechteste Arbeitgeber, den ich kenne“ – können deshalb noch zulässige Meinungsäußerungen sein. kununu versteht unter Schmähkritik Schimpfwörter sowie Aussagen ohne beruflichen Kontext, die nur auf Herabwürdigung abzielen, und weist darauf hin, dass dies eher selten vorkommt. Liegt Schmähkritik vor, ist sie nicht von der Meinungsfreiheit gedeckt und kann beanstandet werden.
Viele Bewertungen mischen zulässige Meinungen, wahre Tatsachen und unwahre Behauptungen. In diesem Fall wird differenziert geprüft. kununu empfiehlt, sich in der Meldung auf die gesamte Bewertung zu beziehen und alle beanstandeten Textpassagen auf einmal zu nennen, statt einzelne Teile nacheinander zu melden. Ist die Beanstandung begründet, wird die Bewertung zunächst offline genommen und die bewertende Person gebeten, die betroffenen Aussagen nachzuweisen, zu entfernen oder anzupassen. Ziel ist daher oft keine vollständige Löschung, sondern eine bereinigte Fassung ohne unzulässige Passagen.
Ja. Nach den kununu-Richtlinien dürfen Arbeitgeber Mitarbeitende sowie Bewerberinnen und Bewerber einladen, freiwillig eine Bewertung abzugeben – etwa in einem Firmenmeeting, per Newsletter oder im Intranet. Nicht erlaubt ist es, Inhalt oder Punktzahl zu beeinflussen, zum Beispiel durch die Aufforderung, positiv zu bewerten, gezielt nur einzelne Abteilungen oder Mitarbeitende nach positiven Erlebnissen anzusprechen oder Druck auszuüben, Bewertungen zu schreiben, zu ändern oder zu löschen. Machen Sie deutlich, dass auch kritische Rückmeldungen willkommen sind, und führen Sie keine Listen darüber, wer bewertet hat.
Davon ist abzuraten. Die kununu-Richtlinien verbieten es, für Bewertungen zu bezahlen oder Vorteile anzubieten, wenn dadurch die Anonymität der bewertenden Person aufgehoben wird – etwa Gutscheine für alle, die die Überschrift ihrer Bewertung bekanntgeben. Ebenso unzulässig ist es, Inhalt oder Punktzahl einer Bewertung zu beeinflussen. Schon der Eindruck „gekaufter“ Bewertungen kann Ihrer Glaubwürdigkeit als Arbeitgeber schaden. Setzen Sie stattdessen auf freiwillige, neutrale Bewertungsaufrufe an alle Mitarbeitenden.
Die rechtlichen Grundsätze – insbesondere zu Persönlichkeitsrechten, Meinungsfreiheit, Tatsachenbehauptungen und Beleidigungen – gelten plattformübergreifend. Auch auf anderen Arbeitgeberportalen können Sie gegen rechtswidrige Inhalte vorgehen. Allerdings hat jede Plattform eigene Richtlinien, Meldewege und Prüfprozesse. Das konkrete Vorgehen zum Löschen einer Bewertung kann sich deshalb unterscheiden. Wenn Sie bereits für kununu eine klare Strategie und Musterformulierungen entwickelt haben, lässt sich diese in der Regel mit Anpassungen auch auf andere Portale übertragen.
kununu-Bewertungen sollten kein isoliertes Thema sein, sondern Teil eines strukturierten Reputations- und HR-Managements. Sinnvoll sind zum Beispiel:
So stellen Sie sicher, dass auf neue Bewertungen schnell, einheitlich und rechtssicher reagiert wird und Ihr Arbeitgeberauftritt im Netz langfristig professionell gesteuert wird.
Aus der Praxis lässt sich vor allem eines ableiten: Ein strukturiertes Vorgehen ist sinnvoller als ein „Rundumschlag“. Bewertungen werden zunächst gesichtet und rechtlich eingeordnet; beanstandet werden nur Einträge, die tatsächlich gegen Recht oder Richtlinien verstoßen. kununu selbst weist darauf hin, dass das Melden und Entfernen vieler Bewertungen innerhalb eines Unternehmens wahrgenommen und diskutiert werden kann, und empfiehlt, zulässige Kritik zu kommentieren. Die Kombination aus gezielter Beanstandung und sachlicher Kommunikation ist daher meist der nachhaltigere Weg.
Allgemeine Musterformulierungen ersetzen keine Einzelfallprüfung. kununu erwartet zu jeder beanstandeten Textpassage eine eigene, für Außenstehende nachvollziehbare Begründung; meist genügen ein bis zwei Sätze. Ein reiner Verweis auf Gesetzestexte oder die kununu-Richtlinien und Aussagen wie „Das ist einfach nur gelogen“ reichen nicht aus. Hilfreich sind konkrete Gegenbeispiele, etwa: Textpassage „Es gibt keine Mülltrennung“ – Begründung: „Im Unternehmen gibt es getrennte Tonnen für Rest-, Plastik-, Papier- und Biomüll.“ Vorlagen sollten Sie deshalb stets individuell anpassen.
Eine einzelne 1-Stern-Bewertung ist zunächst nicht automatisch rechtswidrig. Zuerst sollte geprüft werden, ob der Inhalt der Bewertung gegen Gesetze oder Richtlinien verstößt (Beleidigung, falsche Tatsachen, Datenschutz, Fake-Profil). Ist das der Fall, kommt ein Löschantrag in Betracht. Ist die Bewertung zwar hart, aber rechtlich zulässig, empfiehlt sich eine professionelle, sachliche Antwort über die Kommentar-Funktion sowie ein neutraler, freiwilliger Bewertungsaufruf an alle Mitarbeitenden. Wichtig ist, emotionalen Schnellschüssen zu widerstehen und stattdessen strukturiert zu prüfen, ob ein rechtlicher Angriff tatsächlich Aussicht auf Erfolg hat.
Ja. Auch (ehemalige) Mitarbeitende unterliegen rechtlichen Grenzen. Sie dürfen ihre Erfahrungen schildern, aber keine unwahren Tatsachen verbreiten, keine Personen beleidigen und keine vertraulichen Interna preisgeben. Bewertungen, die etwa auf einem eskalierten Trennungskonflikt beruhen und in Schmähkritik oder Verleumdung umschlagen, können angegriffen und gelöscht werden. Entscheidend ist auch hier die Einzelfallprüfung: Nicht jede harte Kritik einer ehemaligen mitarbeitenden Person ist automatisch unzulässig.
Fehlzuordnungen kommen vor, etwa bei ähnlich klingenden Firmennamen, Konzernstrukturen oder Standortverwechslungen. Stellt sich heraus, dass eine Bewertung tatsächlich nicht Ihr Unternehmen betrifft, ist dies ein starker Ansatzpunkt für einen Löschantrag. In der Meldung an kununu sollten Sie nachvollziehbar darlegen, warum die Bewertung offenkundig ein anderes Unternehmen meint (z. B. andere Branche, andere Region, andere Rechtsform) und entsprechende Nachweise beifügen.
Auch kurze Bewertungen müssen den kununu-Richtlinien entsprechen: Bewerten dürfen nur Personen, die für Ihr Unternehmen arbeiten, gearbeitet oder sich beworben haben. Enthält eine knappe Bewertung eine Beleidigung oder Schmähung, kann sie beanstandet werden. Bei Bewertungen ohne aussagekräftigen Text gibt es dagegen kaum inhaltliche Ansatzpunkte – hier kommt es vor allem darauf an, ob ein Beschäftigungs- oder Bewerbungsverhältnis bestand. Bestreiten Sie das, muss kununu nach einem Beschluss des OLG Hamburg die Person so weit individualisieren, dass Sie dies überprüfen können, oder die Bewertung löschen (Beschluss vom 8.2.2024 – 7 W 11/24).
kununu informiert Ihr Unternehmen, wenn eine beanstandete Bewertung offline genommen wurde, und ebenso, wenn die Beanstandung als unbegründet eingestuft wird. Haben Sie die Kommentar-Funktion aktiviert, erhalten Sie außerdem zeitnah eine E-Mail, sobald eine Bewertung nach Überarbeitung wieder online geht, und können prüfen, ob sie nun den Tatsachen entspricht. Nutzen Sie für Meldungen eine berufliche, regelmäßig geprüfte E-Mail-Adresse und legen Sie intern fest, wer Rückmeldungen bearbeitet.
Die „Löschflat“ richtet sich an Arbeitgeber, auf deren kununu-Profil regelmäßig neue Bewertungen eingehen und die intern keine Kapazitäten für eine laufende rechtliche Prüfung haben – zum Beispiel Kliniken, Filialunternehmen oder öffentliche Arbeitgeber. Statt jeden Fall einzeln zu beauftragen, wird das Profil fortlaufend im Blick behalten. Auffällige Einträge werden jeweils individuell geprüft; beanstandet wird nur, was gegen Gesetze oder kununu-Richtlinien verstößt. Kritische, aber zulässige Bewertungen sind davon ausgenommen. Umfang und Konditionen legen wir in einem unverbindlichen Angebot fest.
kununu wird im gesamten DACH-Raum genutzt, die rechtlichen Rahmenbedingungen unterscheiden sich aber je nach Rechtsordnung. Für Unternehmen mit Sitz in Deutschland sind insbesondere deutsches Persönlichkeitsrecht, Arbeitsrecht und Strafrecht maßgeblich, während in Österreich oder der Schweiz eigene nationale Regelungen greifen. Für international tätige Unternehmen stellt sich zudem die Frage, welche Rechtsordnung im Einzelfall Anwendung findet. In vielen Konstellationen lassen sich rechtswidrige Bewertungen jedoch unabhängig vom genauen Sitz des Unternehmens angreifen, weil grundlegende Schutzprinzipien (z. B. Schutz vor Verleumdung) in allen Rechtsordnungen verankert sind.
Ja. Laut kununu kann nur die verfassende Person selbst ihre Bewertung ändern oder löschen; dafür ist bei der Abgabe eine gültige E-Mail-Adresse erforderlich. Gibt sich eine Person im Rahmen eines Konflikts selbst zu erkennen, kann ein offenes, klärendes Gespräch sinnvoll sein – manche entscheiden sich danach von sich aus, eine Bewertung zu präzisieren, abzuschwächen oder zu entfernen. Die Entscheidung muss aber bei ihnen liegen: Die kununu-Richtlinien untersagen ausdrücklich, Druck auszuüben, Bewertungen zu schreiben, zu ändern oder zu löschen. Verzichten Sie auch auf Gegenleistungen und versuchen Sie nicht, anonyme Verfasserinnen oder Verfasser zu identifizieren.
Ja. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs treffen Bewertungsportale Prüfpflichten, sobald eine Beanstandung hinreichend konkret ist; die Rüge, es habe überhaupt keinen Kontakt gegeben, reicht dafür grundsätzlich aus (BGH, Urteil vom 9.8.2022 – VI ZR 1244/20). Speziell zu kununu hat das OLG Hamburg im Eilverfahren entschieden: Bestreitet ein Arbeitgeber das Beschäftigungsverhältnis, genügt eine rein interne Prüfung durch das Portal nicht. kununu muss die bewertende Person dann so weit individualisieren, dass der Arbeitgeber den Kontakt selbst überprüfen kann – andernfalls ist die Bewertung zu löschen (Beschluss vom 8.2.2024 – 7 W 11/24). Auf dieser Grundlage formulieren wir Ihre Beanstandung gegenüber kununu.
Der Digital Services Act (DSA) gilt nicht nur für große Plattformen. Jeder Hostingdienst – also auch kununu – muss ein Verfahren bereitstellen, über das rechtswidrige Inhalte hinreichend begründet gemeldet werden können, und die meldende Person über seine Entscheidung informieren (Art. 16 DSA). Als Online-Plattform muss kununu zusätzlich ein internes Beschwerdemanagementsystem anbieten (Art. 20 DSA): Laut kununu können Sie sich innerhalb von sechs Monaten nach der Entscheidung an die Beschwerdestelle im Support wenden. Außerdem steht der Weg zu einer zertifizierten außergerichtlichen Streitbeilegungsstelle (Art. 21 DSA) oder zu den Gerichten offen.
Selbst löschen können Sie nur Bewertungen, die Sie mit Ihrem eigenen Account verfasst haben – laut kununu kann ausschließlich die verfassende Person ihre Bewertung ändern oder löschen. Gegen fremde Bewertungen über Ihr Unternehmen können Sie eine Beanstandung einreichen. Diese muss konkret sein: Aussagen wie „Die Bewertung stimmt nicht“ akzeptiert kununu nicht, sondern verlangt eine nachvollziehbare Begründung zu den beanstandeten Passagen. Als nach § 10 Abs. 1 Nr. 1 RDG registrierter Rechtsdienstleister übernehmen wir diese Aufbereitung auf Wunsch für Sie – diskret und strukturiert.
Löschdas ist ein Produkt der Image Rechtsdienstleistungen GmbH, einer 100%igen Tochter der Dustap Holding GmbH. Unsere juristische Expertise stützt sich auf Erfahrung aus der Unternehmensgruppe – mehrjährig und praxiserprobt.
